Zu wenig Sex ist schlecht für die Augen – was dahintersteckt

„Wer nichts riskiert, verliert oft mehr als nur Mut.“

Diese Weisheit begleitet mich, wenn ich darüber nachdenke, wie unser Alltag unsere Augen beeinflusst. Es klingt zunächst überraschend, doch der Gedanke, dass zu wenig Sex die Augen belasten könnte, hat sich mir in verschiedenen Momenten bestätigt. Nicht als plumpe Behauptung, sondern als Erfahrung aus Gesprächen mit Freundinnen und Freunden, aus dem Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie aus eigenen Beobachtungen im Alltag.

Was hinter der Behauptung stecken kann

In meiner Familie war Augenhygiene schon immer ein Thema: regelmäßige Pausen, ausreichend Schlaf, ausreichende Beleuchtung. Doch ich bemerkte, dass an Tagen, an denen die Nähe zu einer Partner:in fehlte oder die Intimität wenig Raum nahm, ich mich schneller ausgelaugt fühlte, auch die Augen müder wirkten. Nicht direkt, sondern verinnerlicht über Tage. Die Augen entstehen aus dem, was unser Körper braucht – und sexuelle Aktivität kann eine Form von körperlicher und emotionaler Erholung sein, die sich auch in der Augenleistung widerspiegelt.

Zudem spielen Stress und schlechte Schlafmuster eine Rolle. Wenn Stress den Tag dominiert, spannt sich der Körper an, die Augenmuskeln arbeiten stärker, Trockenheit und Verspannung können entstehen. Ein Rädchen greift ins andere: weniger Sex, mehr Stress, schlechterer Schlaf – und die Augen reagieren darauf, oft als Trockenheit, Brennen oder unscharfes Sehen am Abend.

Alltagsbeispiele – wie es sich bei mir zeigt

Ich bemerke es besonders an Wochenenden, an denen ich mehr Zeit mit dem Handy oder Computer verbringe. Die Bildschirme fordern Kontrast, Brennweite und kurze Blinkintervalle. Wenn in dieser Zeit Nähe und Intimität fehlen, spüre ich die Auswirkungen stärker: Schwere Augenlider, leichtes Brennen am Abend und eine ungewohnte Empfindlichkeit gegenüber Licht. Ob das physiologisch völlig logisch ist, frage ich mich oft – dennoch kenne ich das Gefühl von Erholung durch Nähe, auch durch Nähe zu einer anderen Person, die mir Sicherheit gibt und den Kopf frei macht.

Ein anderes Beispiel: Wenn ich aktiv Sport betreibe, natürlich mit Partner:in, merke ich, wie sich die Augenzustände verbessern können. Die Belastung durch Sport geht Hand in Hand mit einem entspannten Atemrhythmus, und die Augen erhalten mehr Feuchtigkeit. Danach fühle ich mich wacher, klarer – eine direkte Verbindung zu einem allgemeinen Wohlbefinden, das sich auch auf die Augen auswirkt.

Wissenschaftliche Blickwinkel auf den Zusammenhang

Es gibt keine einfache Gleichung, die sagt: „weniger Sex = schlechtere Augen“. Was ich hier beobachten habe, ist eher ein Indikator für ein breiteres Wohlbefinden. Schlafqualität, Stress, körperliche Nähe und regelmäßige Zwischenmomente der Erholung greifen ineinander. Wenn der Alltag zu wenig Raum für Erholung lässt, melden sich Augen und Körper zurück – oft in Form von Trockenheit, Brennen oder einem verschlechterten Sehkomfort im Alltag.

Viele Fachleute betonen, dass Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und Augenpflege zentrale Rollen spielen. Dennoch ist der Zusammenhang zwischen emotionaler Nähe und körperlicher Erholung kein Zufall. Wer sich regelmäßig Zeit für Entspannung, gute Gespräche und Nähe nimmt, findet oft eine bessere Balance, die sich auch in Augenkomfort niederschlägt.

Praktische Schritte für mehr Wohlbefinden

Eine einfache Checkliste kann helfen, den Alltag so zu gestalten, dass Augenkomfort und allgemeines Wohlbefinden besser miteinander harmonieren:

  • Regelmäßige Pausen von Bildschirmen – 20–30 Minuten, dann Blick in die Ferne.
  • Qualität statt Quantität bei Stabilität der Nähe – kurze, beruhigende Nähe allein oder mit Partner:in vor dem Schlafengehen.
  • Schlafhygiene verbessern – regelmäßige Schlafenszeiten, dunkler Raum, Temperatur um 18–20 Grad.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ernährung – Omega-3-Fettsäuren, Vitamine A, C, E, Zink.

Wenn Beschwerden persistieren – wann ärztlicher Rat sinnvoll ist

Ich habe gelernt, dass anhaltende Augenbeschwerden mehr als nur nervig sind. Brennen, Trockenheit oder verschwommenes Sehen, das länger als ein paar Tage anhält, sollten von einer Fachperson abgeklärt werden. Gerade wenn sich Schlafprobleme oder Stress chronisch anhäufen, können medizinische Ursachen oder Therapien helfen, und oft verbessern sich auch andere Lebensbereiche, wenn man das Thema offen angeht.

In Gesprächen mit Freundinnen habe ich gemerkt, dass viele ähnliche Muster beschreiben: Augenmüdigkeit fällt schwerer zu lindern, wenn Nähe und Erholung fehlen. Ein wichtiger Schritt ist, offen über Bedürfnisse zu sprechen – in Beziehungen, mit Freund:innen oder auch im therapeutischen Umfeld. So entsteht eine Unterstützung, die den ganzen Körper beruhigt, einschließlich der Augen.

Abschluss – was ich mitnehme

Zu wenig Sex ist schlecht für die Augen mag eine plakative Formulierung sein, doch dahinter steckt mehr als ein simples Gleichungspiel. Es geht um Erholung, Nähe, Schlaf und Lebensbalance. Wer seinem Körper diese Qualität gibt, erlebt oft auch eine bessere Augenwahrnehmung – und das gilt unabhängig davon, wie stark das eigene Sexualleben im konkreten Zeitraum ausfällt.

Ich versuche, mir bewusste Momente der Nähe zu gönnen, sei es durch Gespräche, Berührungen oder einfach ruhige Zweisamkeit. Die Augen danken es mir, nicht als technischer Effekt, sondern als Teil eines gesünderen Lebensgefühls.

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