Der Abend war ruhig, die Küche roch nach Kaffee und kaltem Regen. Im Tiefflug der Gespräche merkte ich, wie sich eine einfache Frage in meinem Kopf festsetzte: Wer entscheidet, wann es körperlich wird? Ich habe gelernt, dass es weniger darum geht, was andere erwarten, sondern darum, was ich will – und wie ich das auch klar kommuniziere. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Entscheidungen rund um Nähe, Intimität und Grenzen eine bewusste Haltung brauchen.
Wenn ich heute darüber nachdenke, wie ich sex geh wählen möchte, halte ich inne und prüfe meine eigenen Bedürfnisse, Werte und Grenzen. Es geht nicht um Tabus, sondern um Respekt, Sicherheit und Klarheit. Der folgende Erfahrungsbericht soll helfen, das Thema nüchtern und ehrlich anzuschauen – ohne Verstellung, ohne Übertreibung, aber mit der Perspektive eines Menschen, der gelernt hat, zuzuhören – dem eigenen und dem Gegenüber.
Bewusstsein und Selbstreflexion
In meiner ersten Phase ging es darum, mir selbst ins Gedächtnis zu rufen, was mir wichtig ist. Das bedeutet: Welche Art von Nähe suche ich? Welche Rahmenbedingungen brauche ich, damit ich mich sicher fühle? Diese Fragen klingen einfach, ziehen sich aber wie ein roter Faden durch jede Entscheidung rund um Nähe und Sex. Durch Selbstreflexion erkenne ich, dass