Seit wann gibt es Sex im Duden? Einblick und Geschichte

Stell dir vor, du stöberst in einem Wörterbuch und stolperst über eine Frage, die so alltäglich klingt, aber historisch viel zu berichten hat: seit wann gibt es sex im duden? Was bedeutet es, wenn ein modernes Wort seinen Platz in einem traditionellsprachlichen Nachschlagewerk findet? Genau dieser Gedanke begleitet mich, wenn ich mir alte Ausgaben anschaue und sehe, wie Begriffe im Laufe der Zeit in die Seiten geschoben oder wieder entfernt wurden.

Ich erinnere mich an eine stille Samstagnachmittag-Stunde am Schreibtisch: Zwischen Notizen, Kaffee und dem Geruch von Druckertinte blätterte ich in einem Duden aus den 1980er-Jahren. Dort fand ich zwar schon Begriffe wie „Beziehung“ oder „Liebe“, aber der explizite Tonfall rund um das Thema Sexualität war damals deutlich zurückhaltender. Heute wirkt manches freier, öffentlich diskutierter – und doch stehen in jedem Lexikon oft Geschichten darüber, wie sich Sprache verändert, welche Normen sie tragen und wie sehr Wörter unseren Blick auf die Welt spiegeln.

Im Folgenden teile ich, basierend auf eigenen Beobachtungen und historischer Recherche, wie sich der Umgang mit dem Wortfeld rund um Sex im Duden entwickelt hat – und welche Haken und Fallstricke eine solche Entwicklung mit sich bringt.

Historischer Hintergrund

Schon im frühen 20. Jahrhundert begegnet man dem Thema Sexualität in Wörterbüchern eher indirekt. Sexuelle Begriffe wurden oft als bildhaft, umgangssprachlich oder sogar als medizinisch beschrieben. Für den Duden bedeutete das: Die Aufnahme neuer Termini war stark kontextabhängig, und die Redaktion musste sorgfältig prüfen, ob ein Wort als typisch, gebräuchlich oder ausreichend belegt gilt. In vielen Ausgaben finden sich zunächst eher neutrale oder wissenschaftliche Bezeichnungen, während saloppere Ausdrücke zunächst außen vor blieben.

Im Verlauf der Nachkriegsjahre und besonders mit dem Wandel der Gesellschaften in den 1960er und 1970er Jahren verschob sich der Ton. Öffentliche Debatten, sexuelle Aufklärung und ein breiteres Vokabular zeigten, dass auch Lexika sich weiterentwickeln müssen, um die lebendige Sprache abzubilden, ohne den Anspruch auf Fachlichkeit und Genauigkeit zu verlieren. Hier wird deutlich: seit wann es sex im duden tatsächlich im Lexikon zu finden gab, hängt eng mit dem allmählichen Vertrauenseffekt zwischen nüchterner Definition und lebensnaher Sprache zusammen.

Sprachliche Entwicklung im Duden

In dieser Abteilung merke ich besonders deutlich, wie sehr sich der Stil eines Wörterbuchs verändert hat. Der Duden orientiert sich an Belegen aus Texten, die im Wandel der Zeit entstanden sind. Neue Begriffe, die den Umgang mit Sexualität präzisieren oder enttabuisieren, gelangen nur dann ins Wörterbuch, wenn sie klar belegt sind und nicht auf eine rein vulgäre Konnotation reduziert werden. Das bedeutet: Ein Begriff muss Verwendung in einem bestimmten Umfeld und über eine längere Zeitspanne hinweg nachweisen, bevor er den Eintrag schafft.

Auch der Ton wandelt sich. Früher gab es oft eine sachliche Beschränkung, heute finden sich häufiger anerkennende oder erklärende Anmerkungen, die helfen, Unterschiede in Bedeutung, Stil und Konnotation zu verstehen. So wird im Duden deutlich, wie sich der Sprachgebrauch verändert – und warum manche Begriffe als normal gelten, während andere weiter als heikel gelten. Wenn wir also fragen, seit wann es sex im duden gibt, antwortet die Geschichte mit einer langsamen, aber beständigen Öffnung ins Alltagsvokabular.

Belege und Kriterien

Ein zentrales Kriterium bleibt die Allgemeingültigkeit: Ein Wort muss in verschiedener Form, in unterschiedlichen Texten und von unterschiedlichen Autoren nachgewiesen sein. Ein zweites Kriterium ist der Kontext: Bedeutungen, die stark sexualisiert oder provokativ wirken, brauchen eine besondere Einordnung, damit Leserinnen und Leser nicht zu Missverständnissen geraten. Nicht zuletzt spielt auch der gesellschaftliche Diskurs eine Rolle: Welche Begriffe vermittelten früher Stigmatisierung, welche heute eher neutralisierend?

  • Belege aus seriösen Texten sammeln
  • Kontext und Gebrauch scharf unterscheiden
  • Beobachtungen aus dem Alltag berücksichtigen
  • Keine vulgär- oder herabwürdigende Sprache übernehmen

Alltagstaugliche Perspektiven

Wenn ich heute durch ein Duden-Einband blättere, fällt mir auf, wie viele Beispiele aus dem modernen Leben stammen: Lese- und Alltagssituationen, in denen sich Menschen über Beziehungen, Sexualität oder Liebe austauschen. Der Duden versucht, Sprache abzubilden, ohne zu eineinhalb Seiten eine Moral zu predigen. Das zeigt sich besonders in kurzen, klaren Definitionen, die oft von Zusatzinformationen begleitet werden, um eine feine Abstufung von Bedeutung zu ermöglichen. Trotzdem sollten wir sensibel bleiben: Wörter bleiben immer auch Spiegel gesellschaftlicher Normen, und deren Bewertung entwickelt sich weiter – auch in Lexika.

Meine eigenen Erfahrungen mit dem Thema zeigen, wie unterschiedlich Leserinnen und Leser auf Glossare reagieren. Einige suchen nüchterne, faktenbasierte Informationen, andere schätzen historische Hintergründe, die erklären, warum bestimmte Begriffe heute eher im Umgangston erscheinen als früher. So entsteht eine Balance zwischen Präzision, Verständlichkeit und einem respektvollen Umgang mit Sprache.

Abschluss/Fazit

Rückblickend lässt sich sagen: Die Frage, seit wann es sex im duden gibt, lässt sich nicht mit einer einzigen Jahreszahl beantworten. Es handelt sich vielmehr um einen Prozess, der mit gesellschaftlichen Veränderungen, Belegkriterien und stilistischen Entscheidungen verbunden ist. Wer heute das Wortfeld um Sex im Duden sucht, wird auf eine Mischung aus neutralen Definitionen, historischer Einordnung und verständlich formulierten Beispielen stoßen. Und doch bleibt die eigentliche Lektion die, dass Sprache lebendig ist: Sie wächst, verändert sich und widerspiegelt, wie wir miteinander reden – heute genauso wie vor Jahrzehnten.

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